Orthograf(ph)ie

Neulich grinste mich ein beruflich vollkommen gestresster guter Freund neckisch an und sagte: „Du hast ’nen tollen Job! Du darfst den ganzen Tag lesen.“ Und dann setzte er noch einen drauf: „So leicht möchte ich mein Geld auch mal verdienen!“ – Dieses Erlebnis veranlasste mich, ihm über meinen wirklich und wahrhaft tollen Job ein wenig mehr zu erzählen: Mein lieber Freund! ...

Wenn du orthografisch oder orthographisch und grammatisch – also grammatikalisch – sichergehen willst; wenn du dich schwarzärgerst, wenn deine Kunden deine Werbebroschüre rot färben oder auch rotfärben, weil sie Fehler gefunden haben; wenn du dein Potential bzw. dein Potenzial zurzeit besser einzusetzen weißt als dich mit Zeit raubenden oder zeitraubenden Korrekturen und Formulierungen herumzuschlagen …

Dann ist es zur Zeit des globalen (und auch privaten) Wettbewerbs nahe liegend bzw. naheliegend, jemanden nicht nur nach dem Richtig oder Falsch zu fragen, bevor deine viel umworbenen – ähm, vielumworbenen – Kunden dich und deine Angebote „mal gernhaben“, weil sie dich nicht mehr gern haben und sich präferentiell oder präferenziell um einen kompetenteren Partner kümmern.

Denn: Alles, was du hier gelesen hast, ist richtig geschrieben!

Nur entscheiden musst du dich: Entweder schwarz (alt) oder rot (neu) oder gelb gefärbt (von Duden empfohlen) bzw. gelbgefärbt. – Und komm ja nicht auf die Idee, Dan Brown nach London eine E-Mail zu schicken, sondern eine email – da ist nämlich alles anders …

Es grüßt dich herzlich (und keinesfalls geschäftlich, weil ich in diesem Fall nämlich das „du“ großgeschrieben, aber nicht GROSS GESCHRIEBEN hätte),

Beate-Manuela Dapper, gern zu Diensten

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